Was ist Augmented Reality?

Minority Report Fans kennen sie: Hologramme – dreidimensionale, in den Raum projizierte Bilder, die zur Kommunikation und Darstellung von Informationen dienen. Aber nicht nur im Film - durch die Verfügbarkeit sogenannter Augmented Reality Datenbrillen funktioniert das inzwischen auch im täglichen Einsatz.

Während der Benutzer einer Virtual Reality-Brille visuell in eine computergenerierte digitale Welt eintaucht, sieht man bei der Augmented Reality-Technik die Welt um sich herum so, wie sie ist. Zusätzlich projiziert (bzw. augmentiert) die Datenbrille beliebige Informationen in das Blickfeld des Betrachters. Das Spektrum reicht dabei von einfachen Texteinblendungen über Video und Sound bis hin zu animierten 3D-Inhalten und Hologrammen.

Minority

Und was ist Mixed Reality?

Wenn man mit den Zusatzinformationen oder Hologrammen interagieren kann, spricht man von Mixed Reality.

Die Abgrenzung zu Augmented Reality lässt sich am besten am Beispiel der Head-up-Displays im Auto deutlich machen: Hier wird eine reale Umgebung mit virtuellen Objekten angereichert, abhängig vom Ort des Benutzers oder dem Sichtfeld der Kamera. Interagieren kann der Benutzer mit den Objekten gleichwohl nicht.

Bei der Mixed Reality können die Objekte im Blickfeld des Betrachters fixiert werden. Nehmen wir zum Beispiel an, ein Flugzeugmechaniker repariert ein Triebwerk. Er steht in Frankfurt an der Maschine und nutzt - über i40-Portal - die Mixed Reality-Technologie, um mit einem Ingenieur in Großbritannien während der Reparatur zusammenzuarbeiten.

Mit Hilfe der Mixed Reality kann der Konstrukteur ein Teil, auf das der Mechaniker sein Augenmerk richten soll, "virtuell markieren" - zum Beispiel einen Kreis um ein Teil zeichnen. Wenn der Mechaniker den Blick abwendet, bleibt der Kreis um das Objekt außerhalb seines Blickfelds bestehen – egal wie lange es dauert, bis er wieder an die entsprechende Stelle schaut.


Beispiel 1: Digitaler Zwilling

Gerade mit Blick auf Industrie 4.0 ist es sinnvoll, auch Vorschriften und Normen in eine maschinell lesbare Form zu überführen, um einen Abgleich mit dem digitalen Zwilling vornehmen zu können. So können die technischen Aspekte des Produktes noch vor der eigentlichen Produktion geprüft werden, um mögliche Probleme des späteren Endprodukts zu erkennen und auszuschließen.

Wie eine entsprechende Lösung konkret aussehen kann, zeigt die von uns entwickelte Anwendung: Als digitales Pendant zum realen Produkt wird dabei ein per Software erzeugter virtueller Schaltschrank über die Datenbrille in das Blickfeld des Betrachters projiziert. Der Betrachter kann das erzeugte Objekt dabei von allen Seiten anschauen.

Das nebenstehende Video zeigt eine Prüfung gegen die digitale Norm - unter Einbeziehung der realen Umgebung.


Beispiel 2: Building Navigator

In allen Branchen und Industriezweigen, in denen CAD-Pläne und Zeichnungen ein Bestandteil der Arbeitsabläufe sind, bietet sich der Einsatz von Augmented- oder Mixed Reality Technologien an. Das gilt im besonderen Maße für die Immobilienbranche.

Die Anwendung wurde auf der Grundlage der Pläne des Architekten entwickelt. Aus den CAD Plänen wurde zunächst ein 3D-Hologramm angefertigt. Ein 3D-Hologramm setzt Objekte und animierte Sequenzen dreidimensional in Szene und ermöglicht es, scheinbar reale Objekte oder Animationen frei im Raum schweben zu lassen - die dann mit Hilfe einer Datenbrille betrachtet werden können.

Der Detaillierungsgrad der einzelnen Objekte (wie z.B. die Einrichtungsgegenstände im Büro) wurde so gewählt, dass sich das Hologramm in beliebigen Maßstäben darstellen lässt. Über ein entsprechendes Kommando kann der Betrachter das Hologramm des Gebäudes auf den realen Maßstab 1:1 vergrößern: Das Hologramm wird dabei in voller Größe vor dem Auge des Benutzers aufgebaut. Es entstehen beeindruckende Ansichten des geplanten Gebäudes, da beispielsweise die Höhe der einzelnen Etagen oder des gesamten Gebäudes empfunden bzw. erlebt werden kann.

Bei der Durchführung technischer Objektbesichtigungen geht es immer auch um die Frage, wo sich Unterputz-Installationen der Elektro- und Wasserversorgung innerhalb der einzelnen Räume befinden. Mit Hilfe eines digitalisierten Verlegeplans - gegebenenfalls ergänzt um Fotografien der Leitungsverlegung - können diese Informationen im Rahmen einer Inspektion im realen Gebäude mittels Datenbrille sichtbar gemacht werden. Zur Veranschaulichung haben wir diesen Ansatz in das virtuelle 3D Modell integriert: Die Elektroinstallationen werden dabei rot, die Wasserleitungen blau dargestellt.

Kontakt
Die Neugestaltung der Arbeit

i40-Portal ist eine innovative Augmented Reality-Anwendung für die Unterstützung in Echtzeit von Mitarbeitern, Technikern und Anwendern vor Ort. Die Lösung verbindet physische und digitale Arbeitsbereiche und hilft Ihren Mitarbeitern, intelligenter, schneller und sicherer zu arbeiten.

Augmented Reality ready-for-use!

Language: English - Seitenanfang